Das Projekt "Essener Denkmalpfade" wird vom Stadtverband unterstützt

J. Rainer Busch

 

Zahlreiche Bürgervereine, hauptsächlich im Essener Süden, knüpfen derzeit ein Netz von Denkmalpfaden.

Die erste Initiative ging von der Bürgerschaft Rellinghausen / Stadtwald aus, als man dort zwei alte Zechentore als Denkmal aufbaute und mit Erklärungstafeln ausstattete. Im Frühjahr 2003 wurde diese Idee in die Mitgliederversammlung getragen und vorgeschlagen, auch in anderen Stadtteilen alte historische Stätten zu kennzeichnen. Diese sollten dann in einem Flyer dokumentiert werden.

Rainer Busch, als Arbeitskreisleiter für Heimatkunde der Bürgerschaft Kupferdreh angehört, ergriff die Initiative und lud die Vertreter der Bürgervereine aus Heisingen und Rellinghausen zu einem Arbeitsgespräch nach Kupferdreh ein. Dort wurden im Juni 2003 gemeinsame Vorgehensweisen festgelegt. Wesentliche Punkt sind:

Die historischen Stätten sollen mit kleinen Aluminiumtafeln (10x20) cm ausgestattet werden. Dese Tafeln enthalten neben dem Wappen des Ortsteils ein Logo für kultur - oder industriehistorische Stätten. Diese Logos wurden auf Initiative von Johannes Stoll (Bürgerschaft Rellinghausen/Stadtwald) entwickelt.

  1. Dort wo keine Denkmalsubstanz mehr vorhanden ist, sollen Erklärungstafel aufgestellt werden.
  2. Statt eines Flyers werden sogenannt Wanderführer herausgegeben. Dem Wanderführer liegt eine Karte bei, auf welcher die Wanderrouten und die historischen Stätten eingezeichnet sind. Die Karten werden in Zusammenarbeit mit dem Amt für Geoinformation der Stadt Essen hergestellt und lizensiert. Die einzelnen Wanderwege sollen Anschlusspunkte zu den Nachbarorten ausweisen.
  3. Die Vertreter der Vereine treffen sich regelmäßig ca. alle 2-3 Monate um das gemeinsame Vorgehen abzustimmen. Vertreter von neuen interessierten Orten werden hierzu eingeladen.
  4. Alle Aktionen müssen auch mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden. (wie z.. Denkmalamt, Tiefbauamt usw.)  
    Den ersten Wanderführer brachte J. Rainer Busch für Kupferdreh bereits im Herbst 2003 heraus.
    Es folgte im Frühjahr 2004 Rellinghausen/ Stadtwald (Marlis Holle, Walter Gerschler),        
    im Sommer     2004    Heisingen (Horst Lich und Herr Wacker)        
    im Herbst       2004    Rüttenscheid (Marlis Holle) und         
    im Frühjahr    2005    Burgaltendorf (Dieter Bonnekamp)    
    im Frühjahr    2006    Werden (am Projekt angelehnt)        
    im Frühjahr    2007    Steele (Marc Brandt)  
    im Sommer    2008    Überruhr (Rainer Busch / Stephan Assenmacher)     
    im Frühjahr    2009    Kettwig (am Projekt angelehnt)         
    im Sommer    2010    Kray und Leithe (Arbeitskreis Kultur-und       
                                     Geschichtspfad)
    im Herbst      2011    Byfang (Rainer Busch / José Antón Dobao)    
    Sinn und Zweck ist, mit den vorgeschlagenen Wanderrouten
  • ein Bewusstsein für die bemerkenswerte Historie des eigenen Ortes zu schaffen
  • Lust zu wecken, neue Wege zu gehen
  • zu helfen, auf schon bekannten Wegen bislang Übersehenes zu entdecken

In allen beteiligten Stadtteilen wurden inzwischen zahlreiche Erklärungstafeln aufgestellt. 
Diese Privatinitiative der Bürgervereine arbeitet unbürokratisch und wird dankenswerterweise von den jeweiligen Bezirksvertretungen, dem Denkmalamt und dem Amt für Geoinformation unterstützt. Auch örtliche Werbegemeinschaften, Firmen und Privatpersonen unterstützen das Projekt

Ansprechpartner sind J. Rainer Busch und Johannes Stoll.
Interessierte Vereine kontaktieren jrbusch@t-online.de.

8. 7. 2010
8. 7. 2010

Der Arbeitskreis Kulturpfad Kray und Leithe in Zusammenarbeit mit der Krayer Bürgerschaft wurde im April 2009 gegründet.

 

Einweihung der 1. Hinweistafel des Kulturpfades Kray und Leithe auf dem Gelände des Industriedenkmals "Zeche Bonifacius".

 

9. 11. 2010
9. 11. 2010

Übergabe der 2. Hinweistafel auf dem "Krayer Markt".

Der Markt wurde 1901 erstmalig urkundlich erwähnt. Auf diesem Platz wurde schon immer Handel betrieben.

27. 4. 2011
27. 4. 2011

 
Einweihung der 4. Hinweistafel, diesmal an der Katholischen Kirche" St. Barbara", an der Krayer Straße. 

7. 9. 2011
7. 9. 2011

Die 5. Hinweistafel am "Mechtenberg", nördlich des Krayer Ortskerns, wurde ihrer Bestimmung übergeben.

 

Am 22. September 2012 wurde die komplett renovierte und modernisierte Turnhalle Marienstraße in Essen-Kray den Sportlern und sonstigen Nutzergruppen offiziell übergeben.
Des Weiteren hatte die Krayer Bürgerschaft Gelegenheit, die vor der Turnhalle aufgestellte Schautafel des Kulturpfades zu enthüllen. Herr Wolfgang Krämer nahm als Vertreter des Stadtverbands daran teil.

Am 12. April 2014

wurde von der Überruhrer Bürgerschaft e.V.

die 16. Geschichtstafel feierlich enthüllt.

Die Tafel stellt die Geschichte der Zeche Gewalt dar und wurde an der Ecke Antropstraße / Überruhrstraße aufgestellt. Gestiftet wurde dieser Tafel von Herrn Adalbert Röcken.

Am 25. Mai 2014 wurde die 20. Geschichtstafel in Überruhr aufgestellt. Sie stellt die Geschichte des „Hemmerhof“ dar. Umrahmt war die Enthüllung der Geschichtstafel von einer Jazzmatinée.

 

Der Arbeitskreis Kulturpfad Kray und Leithe freut sich darüber, eine weite Schautafel, diesmal auf dem Isinger Platz, aufzustellen.

Am 6. September 2014 wurde die Tafel im Rahmen des Sommerfestes durch die Herren  Lothar Albrecht (Leiter Krayer Archiv), Samuel Šerifi (Allbaustiftung)

und Gerd Hampel (stellvertretender Bürgermeister) feierlich enthüllt. Herr Albrecht bedankte sich bei Frau Kleine-Möllhoff für ihr kommen.

Foto: Norbert Janz
Foto: Norbert Janz

Am 9. November 2014
wurde von der Überruhrer Bürgerschaft e.V.
die 24. und 25. Geschichtstafel feierlich an der Kurt-Schumacher Brücke im Anfangsbereich der Langenberger Straße enthüllt.
Die Tafeln stellen „Die Spillenburger Schleuse und das Schleusenhaus Platte“ dar.